Andalusien Rundreise - Sevilla



Um gleich zu Beginn alle größeren Städte abzuklappern und die zweite Hälfte des Urlaubs am Meer zu verbringen ging es für uns mit dem Zug von Jerez weiter nach Sevilla. Wie schon vorher erwähnt habe ich die Zugtickets von Zuhause aus gebucht, was auch recht gut war, da der Zug recht voll war. Über eine praktische offline Karte mit Routenplaner am Handy wusste ich recht schnell welchen Bus wir vom Bahnhof aus nehmen müssen um zu unserem Hotel zu kommen. Die Busfahrt bezahlt man beim Fahrer und kostet einfach 1,40€. 





Die Unterkunft: Das Hotel hieß Petit Palace und sah auch sehr schön aus. Es befindet sich in zentraler Lage, wobei man zum Zentrum rund um die Kathedrale ein bisschen spazieren musste. 
Das Zimmer war sehr klein, rund um das Doppelbett war gerade so viel Platz um zu stehen und auch der kleine Kasten hat wenig Platz für Kleidung geboten. Somit habe ich einiges auf dem kleinen Tisch ausgebreitet, da es auch nicht möglich war meinen Koffer offen zu lassen. Das Bad hingegen war etwas großzügiger mit geräumiger Wellness-Dusche (Wasser aus 3 Richtungen). Für den günstigen Preis sind kleinere Mängel wie abgestoßene Kanten überhaupt kein Problem. Es war klein, dafür sehr modern und schön. 
Das Hotel verfügt auch über ein Restaurant und Buffet-Frühstück, welches wir uns am letzten Morgen gegönnt haben. Für 11€ pro Person nicht günstig, war das Frühstück dafür sehr gut und wir haben es uns gut gehen lassen. Alleine der Kaffee hat uns leider nicht so gut geschmeckt. 



Die Stadt: Sevilla ist richtig schön! Es gibt unglaublich viele schöne Gebäude an jeder Straßenecke und auch am Fluss kann man viel Zeit verbringen. Den ersten Tag haben wir wieder damit verbracht die Stadt zu erkunden und auch in ein paar Geschäfte zu schauen. Am Sonntag wollten wir uns die Kathedrale ansehen, da zur Mittagszeit die Schlange aber schon sehr lange war und wir nicht in der Hitze warten wollten sind wir ins Real Alcazar gegangen. Eine sehr schöne Anlage, mit vielen Räumen und riesigen Gärten, in denen man viel Zeit verbringen kann. 
Die Kathedrale haben wir am Montagvormittag besucht. Obwohl wir anstehen mussten ging es relativ schnell und da es noch nicht so heiß war hat mich das auch nicht gestört. Von außen hat mich die Kathedrale schon am Vortag fasziniert, aber innen war ich ein wenig enttäuscht, da mir der typische Gang und Blick zum Altar fehlte. Nichtsdestotrotz ist es ein riesiges Gebäude, wunderschön ausgestattet und beherbergt einen Teil der Knochen von Christoph Kolumbus. 


Toll war auch der Ausblick vom Turm, der einen nach einer halben Ewigkeit bergaufgehen belohnt hat. Es waren sehr viele Touristen unterwegs, aber wir konnten von jeder der vier Seiten einen Blick auf die Stadt werfen.



Einer der schönsten Orte in Sevilla ist aber der Placa de Espana. Dieser weitläufige Platz mit seinen prunkvollen Bauten hat mich richtig umgehauen. Wir waren abends dort um die Sonne untergehen zu sehen und die Abendstimmung zu genießen. Es war noch richtig heiß und der ganze Platz war in ein warmes, orangenes Licht getaucht. 
Auch gesehen haben sollte man den Stadtteil Tirana auf der anderen Seite des Flusses, wo man auch sehr gut essen gehen kann. 

Shopping: In Sevilla wollte ich unbedingt in einen Sephora schauen und mir da eventuell etwas gönnen. Da aber der einzige den ich finden konnte ein sehr kleines Sortiment hatte (Marken wie Urban Decay waren dort teurer als bei uns) ging der Plan nicht auf. Weiters war ich gespannt auf Geschäfte wie Stradivarius und Oysho, wurde aber von beiden eher enttäuscht. Eher zufällig habe ich eine Art Drogerie in der Nähe unseres Hotels gefunden und mir dann eine Foundation von Borjois geholt. Gerade Rimmel und Borjois gibt es ja leider in Österreich nicht und so werde ich immer äußerst nervös wenn ich sie wo entdecke. 
Lebensmittelgeschäfte waren auch eher versteckt. Einen Carrefour Express haben wir nur durch Zufall entdeckt. 


Essen: Am ersten Abend haben wir uns in ein Lokal gesetzt, welches Leonie von Considercologne empfiehlt (La Comidilla - Calle Callao 1). Wir waren für spanische Verhältnisse früh dran (gegen 21 Uhr), aber haben dadurch noch leicht einen Platz bekommen. Später waren sehr viele Spanier da und es wurden immer mehr Tische und Stühle vor das Lokal gebracht (wer will bei so warmen Wetter drinnen sitzen?). 
Das Essen war ziemlich gut, auch wenn wir uns anfangs nicht sicher waren, was wir bestellen da die Karte nur auf Spanisch war. Der Kellner versuchte uns mit Händen und Füßen zu erklären und wir bestellten Thunfisch, Kroketten, Kartoffeln etc. 
Zum Frühstück gab‘s meist nur einen Cafe con leche und einen tostada, und wir aßen immer recht günstig. 
Ansonsten hatten wir noch Canneloni bzw. eine Paella (Bar Doña Francisquita, 41, Calle Álvarez Quintero, 37) und eine Auswahl an Tapas (La Moderna, Calle Mateos Gago, 7), beides recht gut. Zu Trinken gab es die ersten Tage Tinto de Verano (süßes Rotweingetränk, sehr schwach) bis ich den Verdacht schöpfte es nicht so gut zu vertragen. 
Immer gut ist der Orangensaft (Zumo de naranja), den es überall und immer frisch gepresst gibt! 

Verkehrsmittel: Wie auch schon in Jerez sind wir hauptsächlich zu Fuß gegangen. Nur für die Strecke von und zum Bahnhof war der Bus natürlich die bessere Option da wir auch mit den Koffern unterwegs waren. 
Da ich schon im Vorfeld gehört habe, dass es mit dem Auto richtig schwierig in Sevilla sei haben wir das Mietauto erst danach geholt. Parkplätze gab es tatsächlich äußerst wenige und mit vielen Einbahnen und Fußgängerzonen ist das Fahren auch nicht sehr attraktiv. 


Insgesamt waren wir drei Nächte in Sevilla und haben es sehr genossen. Wenn auch wir bis zu 40 Grad hatten war es richtig schön, vor allem wenn man sich an den spanischen Tagesrhythmus gewöhnt hat und bei der Hitze im klimatisierten Hotelzimmer bleibt. Sevilla bietet sich auch als Städtereise an, vor allem wenn man Direktflüge findet. Aber da die Zugverbindung mit Jerez recht gut ist, die Fahrt ca. 1h dauert und man direkt am Flughafen ein- und aussteigen kann, kann man natürlich auf Flüge dahin suchen. Es gibt auch Zugverbindungen nach Malaga, falls dieser Flughafen leichter zu erreichen ist. 

War jemand von euch auch schon mal in Sevilla und hat es so toll gefunden wie ich? In der Mittagshitze ist es nicht sehr empfehlenswert aber ansonsten ist die Stadt super.
Es gibt bestimmt noch vieles mehr in dieser Stadt zu entdecken und ich werde bestimmt Mal wieder (eher im Frühling) zurückkommen.
Weitere Fotos gibt es natürlich auch bei mir auf Instagram (@Minavarina und @Minavarinaphotos).

Alles Liebe
Mina
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