Andalusien Rundreise - Mietauto, Navigation und Arcos de la Frontera






Am  6. Tag unserer Reise haben wir nun endlich unser Mietauto geholt. Nach langer Recherche war die günstigste Option das Auto vom Flughafen Jerez zu holen und es auch dort wieder abzugeben. Da wir aber in Sevilla waren hieß es zuerst wieder zum Bahnhof zu fahren und den Zug zum Flughafen zu nehmen. Wie schon zuvor erwähnt hatten wir die Zugtickets im Voraus gebucht, weil es günstiger war und wir somit besser planen konnten wann wir das Auto abholen wollen. 
Alles gut durchgeplant sind wir dann trotzdem am Flughafen Jerez gestrandet und hatten keine Ahnung wo sich die Autovermietung befindet. 

Nach einem umständlichen Anruf beim Vermieter SIXT erfuhren wir, dass sie nicht direkt am Flughafen stationiert sind und uns ein Auto abholen sollte. Bis Oktober (2016) müssen sie ihren Stand noch an einer Tankstelle betreiben, bis sie dann endlich ins Flughafengebäude einziehen dürfen. Eigenartig, aber wenn man mit dem Flugzeug ankommt und bei der Buchung die Flugnummer angibt eigentlich kein Problem. Da dies bei uns nicht der Fall war wussten sie nicht wann wir landen sollten und abgeholt werden müssen. Im Endeffekt war alles gut und wir hatten nur ca. 20min verloren. 

Unser Auto war ein VW Polo, dessen Kofferraum gerade für meinen Koffer reichte. Somit musste der (kleine) Koffer meines Freundes am Rücksitz mitfahren. Ich bin ja kein Fan davon Sachen sichtbar im Auto zu lassen, aber leider ging es nicht anders. Wenn man die kleinste Fahrzeuggröße wählt muss man doch damit rechnen auch einen kleinen Kofferraum zu haben. Ich hab sowieso vor mir bald einen mittelgroßen Koffer anzuschaffen, dann wäre es auch kein Problem, vor allem wenn mein Freund wieder mit Handgepäcksgröße reist. 


Ich habe mich schon im Vorhinein ein wenig über die Straßen(regeln) von Spanien erkundigt. So gibt es auch ein paar Mautstraßen für die zu zahlen ist. Im Wesentlichen sind kostenpflichtige Straßen mit dem Kürzel AP (Autopista) versehen. Auf unserer Strecke war die Mautpflicht immer gut angeschrieben und es wäre nie zu einem Versehen gekommen. Mit A abgekürzte Straßen (Autovia) sind dafür kostenfrei und auch recht gut zu fahren. 
Zur Navigation habe ich eine offline Karte am Handy verwendet, bei der ich auch einstellen konnte die kostenpflichtigen Straßen nicht zu wählen. Mit GPS hat das Ganze gut funktioniert, wenn auch manche Straßen nicht gestimmt hatten (dieses Problem gibt es wohl mit jeder Navigation). 







Im  Nachhinein würde ich definitiv sagen, dass man in Andalusien mehrere Ein-Tages-Stopps einlegen kann. Die längste Strecke, die wir auf einmal gefahren sind war wohl ca. 1,5h, die meisten unter 1h. Wenn man sich den Tag gut einteilt und nicht zur heißesten Zeit unterwegs ist kann man bestimmt einige Städte und Ausflugsziele von einem Ausgangspunkt besuchen und sich viele verschiedene Unterkünfte sparen. Ich hatte eine Nacht in Algeciras gebucht um näher an Gibraltar zu sein, da ich dort einen Tag geplant hatte. Da wir im Endeffekt alles anders gemacht hatten war dieser Stopp völlig umsonst und es wäre kein Problem gewesen auf die Übernachtung zu verzichten. 

 Das Parken kann hin und wieder ein bisschen schwierig sein. Der Straßenrand ist bei Parkverbot gelb markiert und als Parkzone blau markiert, dabei muss man bei einem nahen Automaten ein Ticket lösen. Es gibt auch einige Parkhäuser mit sehr unterschiedlichen Tarifen. Meist zahlt man pro Minute und erhält ab ca. 4h einen Tagestarif. Bei Hotels fragt am besten im Vorhinein nach ob es gratis Parkplätze gibt. Zu allen Hotels in denen wir waren werde ich euch erzählen wie wir geparkt haben. 
In Cadiz konnten wir lange keinen Parkplatz finden und Parkhäuser gab es von 0,02€ bis 0,04€ pro Minute, also auch sehr unterschiedlich. Dafür konnten wir vor Gibraltar glücklicherweise gratis parken. 

Allgemein müsst ihr in Spanien aber sehr vorsichtig und achtsam auf euer Auto sein. Am besten schließt ihr eine Versicherung ab um gegen alle möglichen Schäden versichert zu sein. 
Kratzer und Dellen abzubekommen ist keine Seltenheit, da die Spanier nicht sonderlich vorsichtig fahren und Straßen auch eng sein können. Es wird der noch so kleine Parkplatz genutzt und wenn nötig das Auto hineingezwängt. Wir hatten zum Glück keine Probleme, haben dafür viele Autos mit Dellen und Kratzern gesehen. 



Wir machten uns also auf die Reise das Innere Andalusiens zu erkunden. Den Start machten wir gleich Richtung Pueblos Blancos – die weißen Dörfer. Die Landschaft war schon sehr beeindruckend und richtig schön für einen Roadtrip. Ich hätte mich aber gerne davor über Bademöglichkeiten erkundigt, weil wir an Seen vorbeikamen und ich nicht wusste ob dort baden möglich war. 
Den ersten Stopp machten wir in Arcos de la Frontera, im Reiseführer als eine der schönsten weißen Dörfer beschrieben. Leider war es mittlerweile früher Nachmittag und demnach sehr heiß. Dass Arcos auf einem Hügel liegt und wir vom Parkhaus raufgehen mussten machte es nicht besser. Allerdings ist oben alles so eng, dass ich dort nicht mit dem Auto fahren würde. 
Es war definitiv eine schöne Stadt mit einem wunderbaren Ausblick über die Landschaft Andalusiens. Da uns aber so heiß war fuhren wir bald weiter. Es war den Stopp nicht wirklich Wert. 



Falls ihr euch überlegt in einem Ort stehenzubleiben würde ich vorschlagen etwas zu suchen wo man sich etwas ansehen oder machen kann. Außerdem empfehle ich euch nicht zwischen 15Uhr und 17:30Uhr einen Ort zu besuchen, da dann vieles geschlossen ist und es richtig heiß sein kann.

Habt ihr schon ein paar der weißen Dörfer besucht?
Wohin es für uns nach Arcos de la Frontera ging erzähle ich euch bald.

Alles Liebe
Mina
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