Andalusien Rundreise - Ronda


Unser erstes richtiges Ziel mit dem Auto war Ronda. Meine Mama war schon einmal in Andalusien und hat mir von Anfang an empfohlen unbedingt nach Ronda zu fahren. Auch mein Freund war begeistert nachdem er Fotos der Brücke gesehen hatte. 
Leider muss ich zugeben mich dabei ordentlich verplant zu haben! Im Nachhinein hätte ich an dieser Stelle unserer Reise einiges anders gemacht, aber dazu mehr am Ende des Berichts. 




Die Unterkunft: Wir sind drei Nächte im Hotel Virgen de los Reyes geblieben, welches praktisch in der Nähe der großen Einkaufsstraße gelegen ist. Angekommen mit dem Auto haben wir zuerst auf einem öffentlichen Parkplatz geparkt und dann beim Einchecken vom Hotel Tipps für vergünstigte Parkmöglichkeiten bekommen. So haben wir in der Nähe in einem Parkhaus geparkt, das Parkticket im Hotel beim Auschecken entwertet und 12€ pro Tag gezahlt. 
Das Zimmer selbst hatte eine gute Größe, leider zwei Einzelbetten und ein sehr kleines Bad. Die Badewanne war so kurz, dass sie eher eine sehr tiefe Duschwanne war und man musste beim Raussteigen achten nicht über die Toilette zu fallen. Beim Betreten des Zimmers ist uns jedes Mal ein intensiver, muffiger Geruch entgegengekommen, der auch nach mehrmaligem Lüften nicht wegzubekommen war. Das einzige Fenster war in einen kleinen Lichthof, in dem die Klimaanlagen ordentlich Lärm machten. So war es nachts nicht nur deswegen recht laut, auch die Wasserleitungen (glaube ich) machten regelmäßig komische Geräusche. Der Fernseher war teilweise wegen richtig schlechtem Signal auch nicht zu gebrauchen. 
Im Hotel wurde zwar Frühstück angeboten, da wir aber nicht sehr begeistert von der Unterkunft waren haben wir darauf verzichtet. Im Allgemeinen würde ich das Hotel nicht weiterempfehlen, da mich der Geruch und der Lärm schon sehr gestört haben.





Die Stadt: Kurz nach dem Einchecken sind wir schon auf Entdeckungstour in die Stadt gegangen. Es war zugegeben viel zu heiß dafür und wir beide von der Reise schon etwas müde. Trotzdem wollten wir die Zeit gleich nutzen und die Brücke von weiter unten ansehen. Ronda ist erhaben gelegen, hat dafür aber steile Schluchten und einen Weg dazu, der nach unten führt. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Brücke und das Wasserrinnsal. Wir konnten auch Menschen entdecken die weiter unten badeten, da wir aber nur einen Klettersteig in die Tiefe fanden mussten wir oben bleiben. 
Die Stierkampfarena in Ronda ist die älteste und definitiv einen Besuch wert. Zu zweit zahlten wir 15€ Eintritt mit einem Audioguide. Neben der Architektur wurde auch die Geschichte beschrieben und man konnte einen Einblick in den Stierkampf bekommen.  (Mindestens) Einmal im Jahr findet sogar noch ein Kampf statt, für mich aber Nichts, was ich mir anschauen möchte. 

Ansonsten waren wir noch in der Wassermine La Casa Del Rey Moro, mit schönem Garten und einem langen Abstieg hinunter zum Wasser. Unten angekommen waren wir aber sehr enttäuscht, da wir mehr erwartet hatten als eine kleine Plattform am Wasser. Wir hatten zuvor weiter vorne Menschen am Wasser gesehen und dachten, dass wir da auch hingehen konnten. Leider war das nicht der Fall. 
Vom Garten aus hat man allerdings auch einen schönen Ausblick auf die Stadt.




Da wir am letzten Tag nicht mehr wussten, was wir in Ronda noch tun sollten und uns einfach nur heiß war haben wir uns auf die Suche nach einer Bademöglichkeit gemacht. Ich hätte sogar im Internet gesucht, konnte aber absolut keine Informationen finden. Zufälligerweise entdeckten wir dann ein Freibad und verbrachten den ganzen Nachmittag dort. Das Bad war nirgends angeschrieben und selbst von außen nicht direkt ersichtlich, somit waren dort außer uns auch nur Spanier, vermutlich sogar Einheimische. Das Freibad ist nicht so, wie wir es gewohnt waren, und hatte nur ein Schwimmbecken. Zur Abkühlung war es aber sehr angenehm und der Eintritt mit 2,10€ auch sehr gut. 

Das Essen: Frühstück holten wir uns in einem der Cafés an der Einkaufsstraße, wo es oft sogar günstige Angebote von Kaffee + Gebäck gab. Lebensmittelgeschäfte als solches konnten wir nicht finden und nahmen uns Wasser aus einem kleinen Kiosk, bzw. Obst aus der Frutteria mit. Erst beim Verlassen der Stadt holten wir uns in einem Aldi mehr Vorrat. Außerhalb der interessanten Altstadt gibt es dabei auch das eine oder andere Einkaufszentrum. 
Abends gab es dann Tapas, Paella, bzw. Nudeln und einmal sogar Pizza. Restaurants gab es unzählige, wenn auch die Stadt nicht sehr groß ist. 


Shopping: Im Spanien Urlaub war ich natürlich auch ganz neugierig auf Geschäfte und Marken, die es bei uns nicht gibt. Ich habe mich erkundigt ob es etwas Bestimmtes gibt, das ich unbedingt mitnehmen soll, und viele Blogs gelesen bzw. YouTube Videos geschaut. Vor Ort war ich allerdings etwas enttäuscht von Sephora, da ich nur einen ganz kleinen mit wenig Sortiment gefunden habe und mir das Meiste das Geld nicht wert gewesen ist. Eher durch Zufall habe ich dann in Ronda eine Drogerie entdeckt und konnte nicht widerstehen. 
Ich habe mir nach zu langer Überlegung, während mein Freund schon etwas Ungeduldig wurde, eine Bronzer Palette genommen. Mehr dazu gibts bald in einem extra Beitrag!
An der Einkaufsstraße gab es Geschäfte wie Mango, Oysho, Stradivarius, Springfield und eybl. Ich bin in Spanien wohl in jeden Stradivarius gegangen, der in Ronda war aber der einzig erfolgreiche für mich. Nach unserem späten Mittagssnack sind wir an der vollen Straße ins Geschäft und ich habe zwei Paar Culottes anprobiert. Ihr könnt gerne in meinen weiteren Spanien Beiträgen und auch auf Instagram nach der schwarzen und der schwarz-weiß gestreiften Culotte Ausschau halten. Für 15€ pro Hose waren sie eine super Investition und ich wurde bisher öfter gefragt wo ich sie her habe. Nach dem Einkauf waren die Straßen plötzlich leer gefegt und ein Teil der Geschäfte hatte sogar geschlossen. Das ist eindeutig ein Zeichen um für ein Schläfchen ins Hotel zurückzugehen. 





Im Nachhinein würde ich sogar behaupten, man könne Ronda in einem Tag besichtigen, wenn man am Vormittag anreist. Wer es ein wenig entspannter angehen möchte kann eine Nacht bleiben, ansonsten war es nicht sonderlich spannend. Empfehlen kann ich euch aber den Sonnenuntergang auf der Brücke zu beobachten. Die Stimmung war beeindruckend!

Wie gesagt waren wir zu lange in Ronda, doch auch wenn man sich verplant muss man das Beste daraus machen! Die Stadt ist jedenfalls einen Stopp Wert.
Für mehr Fotos könnt ihr auch auf meinen Instagram Accounts (@minavarina und @minavarinaphotos) vorbeischauen, dort gibts noch einiges zu sehen.

Alles Liebe
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Mina










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