Brioche Rezept


Gebäck hat schon immer eine große Rolle in meinem Leben gespielt und so habe ich zu Beginn in Wien immer wieder Probleme gehabt gutes Brot zu finden. Noch dazu hat es Zuhause sonntags immer Brioche gegeben (Striezel/Zopf), und wer mir auf Instragram folgt sieht, dass ich oft einen frühstücke. Ich liebe Brioche und da mich mit der Zeit schon viele Anfragen bezüglich Rezept erreicht haben, möchte ich es heute endlich mit euch teilen! Gleich vorneweg: Es ist nicht unbedingt das einfachste Rezept und es braucht ca 2h um alles fertig zu haben.
Es geht hier auch nicht darum, dass ich euch ein besonders gesundes, zuckerarmes, glutenfreies oder veganes Rezept zeige, und sogar Wikipedia beschreibt „Brioche“ als ei- und fettreichen Hefeteig, sondern um einen klassischen Brioche, Striezel oder Zopf (wie auch immer ihr es nennt). Ich persönlich bin auch mit dem Begriff Brioche aufgewachsen, und ja, ich kenne es als „der Brioche“ und werde mich in diesem Blogpost dem Duden widersetzen. (Sorry Duden, aber für mich hört sich „die Brioche“ doof an.)

Mit dem Auszug von Zuhause vor knapp 7 Jahren war es allerdings vorbei mit dem frischen Gebäck und dem wöchentlichen Sonntagsbrioche. Das regelmäßige Backen ist bei mir allerdings erst mit meiner jetzigen Wohnung gekommen, was vermutlich daran liegt, dass ich eine neue Küche habe, die noch dazu nur mir gehört (ok ich teile sie mit meinem Freund). Aber seit ein paar Wochen oder Monaten versuche ich immer öfter selber Brot, Gebäck und Brioche zu backen, wohl auch weil ich keinen Bäcker in direkter Umgebung habe. Brioche lässt sich auch super einfrieren und man kann ihn somit immer relativ frisch genießen!


Jetzt aber zum eigentlichen Rezept:
Da es sich um einen Germteig (oder: Hefeteig) handelt empfehle ich euch eine Germteigschüssel, meine ist von Tupperware.

600g Mehl 
1 Würfel Germ 
3/16l Milch (warm) 
4 Dotter 
1 Ei 
150g Butter (zerlassen) 
80g Zucker 
Salz 
1-2 EL Rum 
1-2 EL Zitronensaft 
1 P Vanillezucker 
Rosinen 
Hagelzucker 
1 Ei 

Den Germwürfel am besten mit etwas Milch und Zucker in einer kleinen Tasse oder Schüssel verrühren. Dann könnt ihr prinzipiell alle Zutaten zusammenwerfen und verkneten. Das heißt Mehl, Zucker, warme Milch, zerlassene Butter, ein bisschen Salz, Vanillezucker, Rum, Zitronensaft, 4 Dotter und 1 Ei gemeinsam mit dem verrührten Germ zu einem ordentlichen Teig verkneten. Vom Vanillezucker könnt ihr etwa ein Päckchen verwenden, vom Rum und Zitronensaft ca. 1-2 Esslöffel. Bei Bedarf müsst ihr noch ein wenig Mehl unterheben, falls sich der Teig zu feucht anfühlt (aber vorsichtig und lieber nicht zu viel Mehl, da es sonst zu trocken wird). Der Teig darf ordentlich geknetet werden, also entweder mit den Händen oder mit einem Kochlöffel bearbeiten.
Wenn alle Zutaten gut miteinander vermischt sind muss der Germteig rasten, das heißt ihr lasst ihn in der geschlossenen Germteigschüssel an einem warmen Ort gehen. Ich lege die Schüssel normalerweise in ein Waschbecken mit etwas warmen Wasser, worin sie rasten soll. Sobald der Deckel springt, weil der Germteig aufgegangen ist, soll er wieder geknetet werden. Danach gebt wieder den Deckel drauf und lasst ihn wieder aufgehen. Das wiederholt ihr ungefähr drei Mal, bevor ihr den Teig entgültig verarbeitet.


Wer Rosinen mag kann diese an dieser Stelle mitverarbeiten. Die Menge ist natürlich Geschmackssache. Wenn man daran denkt und Zeit hat, kann man natürlich auch Rumrosinen verwenden, also Rosinen, die mindestens einen Tag lang in Rum eingelegt wurden.
Ich knete den Teig dann auf meiner Arbeitsplatte und verwende als Unterlage eine Backmatte, aber ihr könnt auch ein hölzernes Backbrett verwenden.
Ich flechte den Brioche meist als 4er Zopf, aber weiter unten zeige ich euch noch eine andere Möglichkeit.


Aus einem Teig mache ich immer zwei Briochzöpfe, also zuerst den Teig in zwei Teile teilen und dann je in vier gleichgroße Mengen. 


Diese vier Teigmengen werden je in gleichlange Stränge gerollt. Leider ist der Teig recht weich und somit ist es gar nicht so einfach, gleich dicke Stränge zu bekommen. 



Diese 4 Stränge werden in einen Zopf geflochten, das heißt ihr drückt die Enden an einer Seite zusammen und fangt an zu flechten. Ich werde hier jetzt keine genaue Beschreibung des 4er-Zopfes bringen, da es sonst zu lange wird. Den Anfang könnt ihr aber auch auf dem Foto erkennen.



Vor allem bei den Enden müsst ihr darauf achten, dass sie gut zusammenhalten um eine schöne Form zu bekommen.



Die zwei Zöpfe könnt ihr dann auf dem Blech mit einem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Ihr könnt zum Beispiel auch Mandelblättchen verwenden aber ich persönlich mag Hagelzucker lieber.
Dann kommt der Brioche für 25 Minuten bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze, vorgeheizt) ins Backrohr.

Der Brioche sollte dann eine goldene Farbe angenommen haben, aus Erfahrung sollte er definitiv nicht heller sein als auf diesem Foto!
Dann abkühlen lassen und genießen. Oder, wie ich es immer mache, jeden Zopf dritteln und einfrieren, da ein Stück bei mir für 2 Frühstücke reicht (oder zu zweit für ein Frühstück).

Als Altenative könnt ihr auch "Briocheknöpfe" machen, also kleinere Teigmengen als 3er Zöpfe flechten. Da sie kleiner sind kann es sein, dass sie kürzer im Backrohr brauchen.


Brioche ist mein absolutes Lieblingsfrühstück, also muss ich es ein wenig kürzen, da ich in letzter Zeit fast nur Brioche esse!

Falls ihr das Rezept ausprobiert lasst es mich bitte wissen, es würde mich wirklich interessieren! Und falls ihr noch Fragen habt stellt sie mir einfach.

Alles Liebe

Mina
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